Ein Jahr wurde geplant, getüftelt und gewerkelt bis die Kinder sich endlich in ihrem neuem Kinderzimmer austoben konnten.
Das Jenaer Frauenhaus konnte mit Hilfe der großzügigen Projektunterstützung durch „die Gesellschafter“ (eine Initiative der Aktion Mensch) ein neues Kinderzimmer gestalten. Im Mittelpunkt der Umgestaltung standen die Wünsche der Kinder und Frauen, die im Frauenhaus leben. »Alles begann vor einem Jahr als wir mit einer Malaktion zum Thema „Wie stelle ich mir mein Kinderzimmer vor«, die Ideen und Vorstellungen der Kinder sammelten.” Anschließend begann ein Jahr harte Arbeit. Es wurde tapeziert, ein Teppich verlegt, neue Gardinen aufgehängt und dann ging es endlich los mit den Einrichten. Eine Verkleidungsecke, ein Verzerrspiegel, ein Boxsack, eine Schaukel, zahlreiche Wandspiele und andere Spielsachen schmücken nun das neue Zimmer.
„Mit Bewegung, Spiel und Beschäftigung soll der Kontakt zu den zum Teil sehr zurückgezogenen und eingeschüchterten aber auch oft sehr impulsiven und aggressiven Kindern und Jugendlichen gefördert, und ihre Selbstvertrauen und ihr Selbstwertgefühl gestärkt werden.“
Für die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses standen die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen mit häuslicher Gewalterfahrung im Vordergrund. „Wichtig ist, dass sie Akzeptanz und Wertschätzung erhalten, die Möglichkeit haben sich selbst auszuprobieren und auch mal über sich hinaus wachsen oder einfach nur einen Raum haben in dem sie in Ruhe gemeinsam spielen können.“
Das Zimmer ist für große und kleine Kinder, die vielfältige und zweckmäßige Gestaltung bietet sowohl ein Rückzugsbereich, als auch ein Bereich freies Spiel . Mit verschiedenen Wandspielen und einer Verkleidungsecke können die Kinder abschalten und in eine andere Welten eintauchen und ihre Sorgen und Nöte für einen gewissen Zeitraum vergessen.
Jetzt haben die Kinder die Möglichkeit sich im freien Spiel oder durch verschiedene Projektangebote wie z.B. der Verkleidungsnachmittag, Sport – Spiel – Spaß Stunden und Kreativtagen nach Herzenslust auszutoben.
Die Mitarbeiterinnen hatten schon lange daran gedacht das notdürftig eingerichtet Zimmer umzugestalten, leider fehlte immer das nötige Geld.
Mit den Mitteln der Gesellschafter konnte ein ergänzendes Angebot zu der täglichen Arbeit die im Frauenhaus statt findet, gestaltet werden.
„Wir sind sehr froh darüber, dass wir nun endlich unsere Pläne in die Tat umsetzen konnten.“